Unter dem Namen «Hilfe bei unerwünschter gleichgeschlechtlicher Anziehung» besteht ein Verein von Psychologischen Beratern, Psychotherapeuten, Psychiatern und Seelsorgern. Ziel des Vereins ist es, Therapie für Hilfesuchende anzubieten, die unter unerwünschter gleichgeschlechtlicher Anziehung leiden. Die Therapie ist bewusst offen für Veränderung.
Die Fachleute haben einen christlichen Hintergrund, gehören den verschiedensten Kirchen an.
Sie können damit den besonderen Konflikt, den Christen mit gleichgeschlechtlicher Anziehung haben, verstehen. Die angebotene Hilfe ist jedoch unabhängig von der religiösen Einstellung der Hilfesuchenden.
Weil mancherorts behauptet wird, in einer Therapie auf den Wunsch gleichgeschlechtlich Empfindender nach einer Veränderung einzugehen sei unethisch, haben 154 Ärzte, Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten (Männer und Frauen) an den deutschen Bundestag eine Petition eingereicht, das Recht von homosexuell empfindenden Menschen auf eine Behandlung sei zu schützen. Der Petitionsausschuss hat im Frühjahr 2010 bestätigend geantwortet: «Nach Ansicht der Petenten ist es ethisch notwendig, Therapien für Menschen zu würdigen, die unter ihrer Sexualorientierung leiden. Diesbezüglich stellt der Petitionsausschuss fest, dass homosexuell empfindende Menschen mit Therapiewunsch in der Wahl ihrer Therapie und ihres Therapeuten oder ihrer Therapeutin nicht eingeschränkt sind. Die Ziele einer Therapie vereinbaren grundsätzlich Patient und Therapeut miteinander. Diese Freiheit von Therapeuten und Patienten ist ausdrücklich zu schützen.»